Studienplan für den Bachelorstudiengang "Informatik" an der TU Kaiserslautern

vom 30. 11. 2016




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Inhaltsübersicht

1. Einleitung
2. Ziele des Studiengangs
3. Studienmodule und Vermittlungsformen
4. Dauer und Umfang des Studiengangs
5. Bachelorprüfung
6. Aufbau des Studiengangs
7. Studienverlaufsplan
Anhang
Anhang 1: Lehrgebiete
Anhang 2: Nebenfächer


1. Einleitung

Dieser Studienplan unterrichtet über Ziele, Struktur, Dauer, Umfang, Aufbau, Prüfung und die vorgesehenen Studienmodule des Bachelorstudiengangs „Informatik“. Er enthält Vorschläge für eine sinnvolle Abfolge der Studienmodule bei Studienbeginn im Wintersemester oder Sommersemester. Ferner regelt der Studienplan die Wahlmöglichkeiten in den weiterführenden Studienmodulen des Bachelorstudiengangs, insbesondere im Studienschwerpunkt.


2. Ziele des Studiengangs

Der Bachelorstudiengang „Informatik“ vermittelt seinen Studierenden informationswissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche und mathematische Kenntnisse sowie die notwendigen Fähigkeiten, um Informatiksysteme in unterschiedlichen Bereichen planen, entwerfen und realisieren zu können.

Mit einem erfolgreichen Bachelorabschluss sind die Absolventen des Studiengangs zu einer methodisch ausgerichteten Berufstätigkeit im Bereich der Informatik befähigt. Durch die hohen Anforderungen des Fachs an Erfahrungen bei der Entwicklung von Informatiksystemen wird von den Absolventen erwartet, dass sie sich durch entsprechende Einarbeitung im Betrieb („training on the job“) bzw. in einem Masterstudiengang weiter qualifizieren.

Im Studium steht die Vermittlung von wissenschaftlichen Methoden der Informatik im Vordergrund. Die notwendige Umsetzung der Methoden in speziellen Anwendungsfächern wird exemplarisch gelehrt, wobei über ein integriertes Nebenfach ein Einblick in die Terminologie und die Methoden der Anwendung gegeben wird. Erste Entwicklungserfahrungen, Teamarbeit und Berufsbefähigung werden durch Projekte gewonnen. Grundlagen in Projektmanagement und Arbeitstechniken ergänzen die Berufsorientierung.


3. Studienmodule und Vermittlungsformen

Studienmodule (kurz: Module) werden in Form von Vorlesungen, Übungen, Seminaren und Projekten angeboten. Vorlesungen dienen der zusammenhängenden Darstellung und Vermittlung von Grundlagen, Aufbauwissen und Konzepten der Informatik. In Übungen wird die Anwendung des Vorlesungsstoffs anhand von selbständig zu lösenden Aufgaben erlernt und trainiert. Ziel eines Seminars ist die Einarbeitung in ein Thema der Informatik durch selbständiges Literaturstudium, das Anfertigen einer schriftlichen Ausarbeitung sowie die verständliche Präsentation des Themas unter Einsatz zuvor erlernter Präsentationstechniken. In Projekten werden umfangreichere Aufgabenstellungen der Informatik in Teamarbeit mit den zuvor erlernten Methoden und Techniken bearbeitet.

Module werden in Grundmodule, Kernmodule, Schwerpunktmodule, Seminarmodule, Projektmodule und Nebenfachmodule unterschieden. Grundmodule vermitteln Basiswissen der Informatik und sind daher von allen Studierenden zu absolvieren. Kernmodule vermitteln Basiswissen eines Teilgebiets der Informatik, hier bestehen im Rahmen der vorhandenen Lehrgebiete Wahlmöglichkeiten. Schwerpunktmodule vermitteln Aufbauwissen eines Teilgebiets der Informatik, auch hier gibt es Wahlmöglichkeiten. Nebenfachmodule dienen dem Erwerb von Grundkenntnissen in einem Anwendungsbereich der Informatik.

Die Studienmodule haben ein in ECTS-Leistungspunkten angegebenes Gewicht, das ihrem Aufwand entspricht. Ein Leistungspunkt, abgekürzt LP, entspricht etwa 30 Arbeitsstunden. Darin enthalten sind Präsenzzeiten sowie Zeiten zur Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffs, zur Lösung von Übungsaufgaben, zur Prüfungsvorbereitung und zur Erbringung der Prüfungsleistung.


4. Dauer und Umfang des Studiengangs

Die Regelstudienzeit bis zum Abschluss der Bachelorprüfung beträgt sechs Semester. Das Bachelorstudium umfasst Studienmodule und die Bachelorarbeit mit einem Gesamtumfang von 180 LP.


5. Bachelorprüfung

Die Bachelorprüfung setzt sich aus den studienbegleitenden Modulprüfungen und der Bachelorarbeit zusammen. Eine Modulprüfung besteht grundsätzlich aus einer Prüfungsleistung, die sich auf die Stoffgebiete des Moduls erstreckt; sie kann das Erbringen von Studienleistungen voraussetzen. Zu jedem Modul des Bachelorstudiengangs werden innerhalb eines Jahres zwei Prüfungstermine angeboten. Die Prüfungen der Grundmodule erfolgen schriftlich, die Prüfungen der Kern- und Schwerpunktmodule in der Regel mündlich. Seminare werden auf der Basis der schriftlichen Ausarbeitung, der mündlichen Präsentation und der Beteiligung an der Diskussion beurteilt, Projekte aufgrund von erarbeiteten Lösungen und Testaten. Bei der Bachelorarbeit gehen das Ergebnis, die Ausarbeitung und das Abschlusskolloquium in die Bewertung ein.


6. Aufbau des Studiengangs

Das Bachelorstudium ist in mehrere Blöcke gegliedert (s. Abb. 1). Die Blöcke Software-Entwicklung, Basis-/Informatiksysteme, Theoretische Grundlagen und Allgemeine Grundlagen vermitteln das Basiswissen der Informatik. Sie beinhalten Pflichtmodule, die in der ersten Phase des Studiums von allen Studierenden zu absolvieren sind. Der Schwerpunktblock vermittelt Basis- und Aufbauwissen in einem Teilgebiet der Informatik, das aus den angebotenen Lehrgebieten gewählt werden kann. Der Erweiterungsblock beinhaltet die Kernmodule von zwei weiteren Lehrgebieten der Informatik und dient somit der Verbreiterung.

Das Nebenfach wurde aus dem Schwerpunktblock herausgezogen und kann frei gewählt werden, jedoch geben die Lehrgebiete weiterhin Empfehlungen bzgl. der Nebenfachwahl an (vgl. Anhang).

Für Studierende, die im Sommersemester 2009 oder später ihr Studium aufgenommen haben, gilt die Struktur aus Abb. 1. Der Informatikschwerpunkt enthält ein Schwerpunktmodul über 12 oder 16 LP, das mit einer mündlichen Prüfung abgeschlossen wird, und ein Projekt. Das Seminar ist Teil des Blocks Ergänzung, in dem auch beliebige Wahlveranstaltungen im Umfang von 4 LP fallen, falls das Schwerpunktmodul 12 LP umfasst.

Studiengangstruktur

Abb. 1b: Aufbau des Bachelorstudiengangs „Informatik“

Blöcke des Bachelorstudiengangs:

Software-Entwicklung

Dieser Block enthält Grundmodule im Umfang von 33 LP:

Informatiksysteme (früher Basissysteme)

Dieser Block enthält Grundmodule im Umfang von 27 LP:

Theoretische Grundlagen

Dieser Block enthält Grundmodule im Umfang von 38 LP:

  • MAT-00-11-V-0 "Mathematik für Informatiker: Algebraische Strukturen" (4V+2Ü; 9LP; de)
  • MAT-00-12-V-0 "Mathematik für Informatiker: Kombinatorik und Analysis" (4V+2Ü; 8LP; de)
  • INF-00-06-V-2 "Entwurf und Analyse von Algorithmen" (4V+2Ü; 8LP; de)
  • INF-00-04-V-2 "Formale Grundlagen der Programmierung" (4V+2Ü; 8LP; de)
  • INF-00-05-V-2 "Logik" (2V+2Ü; 5LP; de)

Allgemeine Grundlagen

Dieser Block enthält Grundmodule im Umfang von 10 LP:

  • INF-00-16-V-2 "Projektmanagement" (3V+1Ü; 6LP; de)
  • Eine aus folgender Liste wählbare Softskill-Veranstaltung (4 LP).
    • INF-00-18-S-2 "Selbstlerntechniken" (2S; 4LP; de)
    • INF-83-04-L-3 "Softwarelabor" (2P; 4LP; de,en)
    • Ein zweites Seminar aus einem anderen Lehrgebiet als das Seminar der Ergänzung.

Informatik-Schwerpunkt

Dieser Wahlpflichtblock beinhaltet ein Schwerpunktmodul (12 oder 16 LP) und ein Projektmodul (8 LP) aus demselben Informatiklehrgebiet (vgl. Anhang 1). Das Schwerpunktmodul umfasst die Kernvorlesungen und Schwerpunktvorlesungen, die mit einer gemeinsamen mündlichen Prüfung abgeschlossen werden.

(Informatik-) Erweiterung

Dieser Wahlpflichtblock beinhaltet die Kernmodule (je 8 LP) von zwei verschiedenen Informatiklehrgebieten, die von dem im Schwerpunkt gewählten Lehrgebiet verschieden sein müssen.

Ergänzung

Dieser Wahlpflichtblock beinhaltet ein Seminar (4 LP) der Informatik (vgl. Modul 89-0111) und beliebige Wahlvorlesungen aus dem Angebot der Universität im Umfang von 4 LP, falls das gewählte Schwerpunktmodul 12 LP umfasst.

Nebenfach

Dieser Wahlpflichtblock beinhaltet Nebenfachmodule im Umfang von 16 LP aus einem Fachbereich (vgl. Anhang).


7. Studienverlaufsplan

Der Studienverlaufsplan enthält Empfehlungen für einen sachgerechten Aufbau des Studiums.
Die im Folgenden aufgeführten Tabellen (Studienverlaufpläne) beschreiben, wie das Studium in der Regelstudienzeit von 6 Semestern bei einer gleichmäßigen Belastung über alle Semester hinweg durchgeführt werden kann. Es handelt sich hierbei um Beispielpläne für Studierende, die sich ganztägig ihrem Studium widmen und die den Anforderungen eines Universitätsstudiums ohne größere Probleme folgenden können. Erfahrungsgemäß muss jedoch von diesen Beispielplänen abgewichen werden. Abhängig von Vorkenntnissen bzw. Defiziten ist ein individueller Studienverlaufsplan zu erstellen. Hierfür ist unbedingt eine Studienberatung aufzusuchen.

Das Bachelorstudium kann sowohl zum Wintersemester wie auch zum Sommersemester aufgenommen werden.

Mögliche Studienverlaufspläne bei Studienbeginn im Wintersemester

Semester Software-Entwicklung Informatiksysteme Theoretische Grundlagen Allgemeine Grundlagen Schwerpunkt Erweiterung Studienarbeiten/Ergänzung SWS / ECTS-LP
1 INF-00-01-V-2 "Software-Entwicklung 1" (4V+4Ü; 10LP; de)     MAT-00-11-V-0 "Mathematik für Informatiker: Algebraische Strukturen" (4V+2Ü; 9LP; de)
MAT-00-12-V-0 "Mathematik für Informatiker: Kombinatorik und Analysis" (4V+2Ü; 8LP; de)  
INF-00-18-S-2 "Selbstlerntechniken" (2S; 4LP; de)         12V+8Ü+2S / 31LP  
2 INF-00-02-M-2 "Software-Entwicklung 2" (; 10LP; de)   INF-00-09-V-2 "Rechnersysteme 1" (4V+2Ü; 8LP; de)
INF-00-13-V-2 "Kommunikationssysteme" (2V+1Ü; 5LP; de)  
INF-00-05-V-2 "Logik" (2V+2Ü; 5LP; de)     12V+7Ü+1P / 28LP  
3 INF-00-03-V-2 "Software-Entwicklung 3" (2V+1Ü; 5LP; de)   INF-00-10-V-2 "Rechnersysteme 2" (3V+1Ü; 6LP; de)   INF-00-06-V-2 "Entwurf und Analyse von Algorithmen" (4V+2Ü; 8LP; de)   INF-00-16-V-2 "Projektmanagement" (3V+1Ü; 6LP; de)   Freie Wahl aus Modulen der TU (4 LP)   12V+5Ü+x / 25+xLP  
4 INF-00-20-L-2 "SW-Entwicklungsprojekt (Projekt)" (4P; 8LP; de)   INF-00-12-V-2 "Informationssysteme" (4V+2Ü; 8LP; de)   INF-00-04-V-2 "Formale Grundlagen der Programmierung" (4V+2Ü; 8LP; de)     1 aus 6 Schwerpunkten (ca. 6V+3Ü - 12LP Informatik, 4P - 8LP Projekt, ca. 8V+4Ü - 16LP Nebenfach)   Kernmodule aus 2 von 6 Lehrgebieten (je 4V+2Ü –8LP)   INF-01-11-S-4 "Bachelor-Seminar" (2S; 4LP; de,en)   8V+4Ü+4P+x / 25+xLP  
5         xLP  
6         INF-81-10-L-4 "Bachelor-Arbeit" (6P; 12LP; de,en)   12+xLP  
ECTS-LP 33 27 38 10 40 16 16 180
Möglicher zeitlicher Aufbau des Bachelorstudiengangs „Informatik“ (Beginn im Wintersemester)

Bei einem Studienbeginn im Wintersemester ist auch folgender alternative Studienplan denkbar, der ebenfalls die Studienmodule gleichmäßig über sechs Semester verteilt.

Semester Software-Entwicklung Informatiksysteme Theoretische Grundlagen Allgemeine Grundlagen Wahlpflicht SWS / ECTS-LP
1 INF-00-01-V-2 "Software-Entwicklung 1" (4V+4Ü; 10LP; de)     MAT-00-11-V-0 "Mathematik für Informatiker: Algebraische Strukturen" (4V+2Ü; 9LP; de)   INF-00-16-V-2 "Projektmanagement" (3V+1Ü; 6LP; de)
INF-00-18-S-2 "Selbstlerntechniken" (2S; 4LP; de)  
  11V+7Ü+2S / 29LP  
2 INF-00-02-M-2 "Software-Entwicklung 2" (; 10LP; de)   INF-00-09-V-2 "Rechnersysteme 1" (4V+2Ü; 8LP; de)
INF-00-13-V-2 "Kommunikationssysteme" (2V+1Ü; 5LP; de)  
MAT-00-12-V-0 "Mathematik für Informatiker: Kombinatorik und Analysis" (4V+2Ü; 8LP; de)       14V+7Ü+1P / 31LP  
3 INF-00-03-V-2 "Software-Entwicklung 3" (2V+1Ü; 5LP; de)   INF-00-10-V-2 "Rechnersysteme 2" (3V+1Ü; 6LP; de)   INF-00-06-V-2 "Entwurf und Analyse von Algorithmen" (4V+2Ü; 8LP; de)     8-12 LP   9V+4Ü+x / 19+xLP  
4 INF-00-20-L-2 "SW-Entwicklungsprojekt (Projekt)" (4P; 8LP; de)   INF-00-12-V-2 "Informationssysteme" (4V+2Ü; 8LP; de)   INF-00-05-V-2 "Logik" (2V+2Ü; 5LP; de)
INF-00-04-V-2 "Formale Grundlagen der Programmierung" (4V+2Ü; 8LP; de)  
    10V+6Ü+4P / 29LP  
Alternativer Aufbau der ersten vier Semester des Bachelorstudiengangs „Informatik“ (Beginn im Wintersemester)

Möglicher Studienverlaufsplan bei Studienbeginn im Sommersemester

Semester Software-Entwicklung Basissysteme Theoretische Grundlagen Allgemeine Grundlagen Schwerpunkt Erweiterung Studienarbeiten/Ergänzung SWS / ECTS-LP
1   INF-00-09-V-2 "Rechnersysteme 1" (4V+2Ü; 8LP; de)
INF-00-13-V-2 "Kommunikationssysteme" (2V+1Ü; 5LP; de)  
MAT-00-11-V-0 "Mathematik für Informatiker: Algebraische Strukturen" (4V+2Ü; 9LP; de)
MAT-00-12-V-0 "Mathematik für Informatiker: Kombinatorik und Analysis" (4V+2Ü; 8LP; de)  
        14V+7Ü / 30LP  
2 INF-00-01-V-2 "Software-Entwicklung 1" (4V+4Ü; 10LP; de)   INF-00-10-V-2 "Rechnersysteme 2" (3V+1Ü; 6LP; de)   INF-00-06-V-2 "Entwurf und Analyse von Algorithmen" (4V+2Ü; 8LP; de)   INF-00-18-S-2 "Selbstlerntechniken" (2S; 4LP; de)   11V+7Ü+2S / 28LP  
3 INF-00-02-M-2 "Software-Entwicklung 2" (; 10LP; de)   INF-00-12-V-2 "Informationssysteme" (4V+2Ü; 8LP; de)   INF-00-04-V-2 "Formale Grundlagen der Programmierung" (4V+2Ü; 8LP; de)
INF-00-05-V-2 "Logik" (2V+2Ü; 5LP; de)  
      Freie Wahl aus Modulen der TU (4 LP)   14V+8Ü+1P / 33LP  
4 INF-00-03-V-2 "Software-Entwicklung 3" (2V+1Ü; 5LP; de)       INF-00-16-V-2 "Projektmanagement" (3V+1Ü; 6LP; de)   1 aus 6 Schwerpunkten (ca. 6V+3Ü - 12LP Informatik, 4P - 8LP Projekt, ca. 8V+4Ü - 16LP Nebenfach)   Kernmodule aus 2 von 6 Lehrgebieten (je 4V+2Ü –8LP)   INF-01-11-S-4 "Bachelor-Seminar" (2S; 4LP; de,en)   5V+2Ü+x / 11+xLP  
5 INF-00-20-L-2 "SW-Entwicklungsprojekt (Projekt)" (4P; 8LP; de)         4P+x / 8+xLP  
6         INF-81-10-L-4 "Bachelor-Arbeit" (6P; 12LP; de,en)   12+xLP  
ECTS-LP 33 27 38 10 40 16 16 180
Zeitlicher Aufbau des Bachelorstudiengangs „Informatik“ (Beginn im Sommersemester)

Hinweise

Die oben aufgelisteten allgemeinen Studienverlaufspläne sind so abgestimmt, dass die Kernmodule der Lehrgebiete

  • Computergrafik
  • Eingebettete Systeme und Robotik
  • Intelligente Systeme
  • Software-Engineering und
  • Verteilte und vernetzte Systeme
  • Algorithmik und Deduktion

bereits ab dem dritten bzw. vierten Semester besucht werden können.

Im Lehrgebiet Informationssysteme ist hierfür ein Vorziehen der Grundvorlesung Informationssysteme notwendig, um die notwendigen Vorkenntnisse für die Kernvorlesungen zu erlangen. Eventuell müssen hierzu andere Lehrveranstaltungen nach hinten verschoben werden, um die Last in einem Semester nicht zu groß werden zu lassen.

Individuelle Studienverlaufspläne

Jeder Studierende sollte einen auf seine Vorkenntnisse und seine Leistungsbereitschaft zugeschnittenen Studienplan erstellen. Der Erstellung des individuellen Studienplans sollte aber immer eine Studienberatung voran gehen. Dies gilt vor allem bei der Erstellung individueller Studienpläne aufgrund größerer Vorkenntnisse (Vorziehen von Lehrveranstaltungen) bzw. Überforderung (nach hinten Schieben von Lehrveranstaltungen).


Anhang


Anhang 1: Lehrgebiete

Folgende Tabellen umfassen das Lehrangebot und dessen Voraussetzungen der Lehrgebiete des Fachbereichs Informatik.

Die Schwerpunktmodule nach der Prüfungsordnung von vor dem 10.02.2009 sind unterteilt in die Bereiche Pflicht,Wahlpflicht und Wahl, wobei nicht alle drei Bereiche vorkommen müssen. Alle drei Bereiche sind in Themenbereiche untergliedert (im Bereich Wahl kann die Untergliederung entfallen). In der Pflicht müssen alle Themenbereiche gewählt werden. In der Wahlpflicht müssen n aus den m angegebenen Bereichen gewählt werden, wobei die Mindestanzahl n angegeben ist. Aus der Wahl dürfen alle (oder eine angegebene Obergrenze) Themenbereiche gewählt werden. Alle Themenbereiche enthalten eine Liste von Lehrveranstaltungen, die zum Teil als Pflicht markiert sind und dann eingebracht werden müssen, wenn der Themenbereich gewählt wird. Themenbereiche können auch Restriktionen bzgl. minimaler und/oder maximaler Anzahl von Leistungspunkten der aus dem Themenbereich gewählten Module besitzen.

Nach FBR-Beschluss 3/2006 gilt für Informatik-Module folgende Abbildung zwischen SWS und ECTS-LP. Nur Ausnahmen hiervon werden einzeln begründet ausgewiesen.
SWS Vorlesung werden mit dem Faktor 1,5 multipliziert.
SWS Übung werden mit dem Faktor 1 multipliziert.
SWS Seminar und Praktikum werden mit dem Faktor 2 multipliziert.
Das Ergebnis wird auf ganzzahlige ECTS-Werte aufgerundet.


Algorithmik und Deduktion
Schwerpunktbeauftragter Prof. Katharina Zweig (AG Graphentheorie und Netzwerkanalyse)
Lernziele / Kompetenzen

In diesem Schwerpunktblock können Studierende Kenntnisse in den Bereichen Algorithmik und Deduktion erwerben. In der Algorithmik steht der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten für den Umgang mit und die Entwicklung und Analyse von Algorithmen und Systemen im Vordergrund. Hierbei werden Komplexitätsfragen für wichtige Problemstellungen aus diesen Bereichen untersucht und für schwer lösbare Probleme alternative Lösungsansätze entwickelt und untersucht. In der Deduktion steht der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten für die Anwendung formaler Spezifikationsmethoden, insbesondere für die Verifikation von Eigenschaften von Systemen im Vordergrund. Hierbei werden unterschiedliche Spezifikationsformalismen vorgestellt und Logiken und deren Kalküle untersucht, die zur Beschreibung von Eigenschaften von Systemen geeignet sind, die mit diesen Formalismen beschrieben werden.

Prüfungstechnische Voraussetzungen
  • INF-00-04-V-2 "Formale Grundlagen der Programmierung" (4V+2Ü; 8LP; de) (bei FPO vor Juli 2011)
  • INF-00-06-V-2 "Entwurf und Analyse von Algorithmen" (4V+2Ü; 8LP; de) (bei FPO nach Juli 2011)
  • MAT-00-11-V-0 "Mathematik für Informatiker: Algebraische Strukturen" (4V+2Ü; 9LP; de)
  • MAT-00-12-V-0 "Mathematik für Informatiker: Kombinatorik und Analysis" (4V+2Ü; 8LP; de)
Kernmodule
Schwerpunktmodule
  • INF-50-02-V-4 "Schwerpunkt Algorithmik und Deduktion" (6V+3Ü; 12LP; de,en)
Nebenfachmodule

Insgesamt sind Nebenfachmodule im Umfang von 16 ECTS-LP in einem beliebigen Nebenfach zu absolvieren.
Empfohlen wird ein Nebenfach Mathematik, Physik, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften und Biologie.

Projektmodule Wahl aus:
  • INF-57-15-L-4 "Netzwerkanalyse (Ba-Projekt)" (4P; 8LP; de,en)
  • INF-56-81-L-6 "Algorithmik und Deduktion (Projekt)" (4P; 8LP; de,en; wird nicht mehr angeboten)

Computergrafik
Schwerpunktbeauftragter Prof. Hans Hagen (Computergrafik und HCI)
Lernziele / Kompetenzen

Der Schwerpunktsblock “Computergrafik” erlaubt Studierenden, sich mit einer Auswahl von Problemen und Techniken der Computergrafik vertraut zu machen. Es werden grundlegende Techniken der Computergrafik und ihrer Anwendungen, virtuelle Umgebungen (Szenen-Modellierung etc.), geometrische Probleme und Visualisierung abstrakter Datenmengen vermittelt. Desweiteren sollen Studierende mit Bibliotheken und Standardschnittstellen zur Grafikprogrammierung vertraut gemacht werden.

Prüfungstechnische Voraussetzungen

keine

Kernmodul
Schwerpunktmodul (beinhaltet bereits das Kernmodul)
Nebenfachmodule

Insgesamt sind Nebenfachmodule im Umfang von 16 ECTS-LP in einem beliebigen Nebenfach zu absolvieren.
Empfohlen wird ein Nebenfach Biologie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Mathematik, Physik oder Wirtschaftswissenschaften.

Projektmodule

Angebotene Projektmodule (abhängig von der Wahl der Schwerpunktmodule)


Eingebettete Systeme und Robotik
Schwerpunktbeauftragter Dr. habil. Bernd Schürmann (Dekanat Informatik)
Lernziele / Kompetenzen

Unter eingebetteten Systemen versteht man informationsverarbeitende Hardware- und Softwaresysteme, die integraler Bestandteil komplexer technischer Systeme sind und dort alle zentralen Steuerungsfunktionen übernehmen und/oder kontinuierliche Datenströme in Echtzeit verarbeiten. Sie werden in fast allen industriellen Produkten eingesetzt und bestimmen zunehmend deren Eigenschaften. Reaktive Systeme müssen auf Ereignisse aus der Umgebung spontan und zeitgerecht reagieren. Demgegenüber müssen digitale Signalverarbeitungssysteme kontinuierliche Datenströme, z. B. Audio- und Videodaten, in Echtzeit filtern und bearbeiten.

Durch den Kernmodul erhalten die Studierenden grundlegende Kenntnisse im Bereich der eingebetteten Systeme am Beispiel der Robotik. Hierzu gehören ein Überblick über eingebettete Systeme, eine Einführung in Basistechnologien für die Realisierung eingebetteter Systeme, formale Beschreibung von Robotersysteme und Echtzeitprogrammierung.

Studierende des Schwerpunktmoduls erhalten einen tieferen Einblick und weiterführende Kenntnisse aus diesem Bereich. Je nach Wahl aus den zugeordneten Lehrveranstaltungen liegen diese mehr im Hardware/Softwareentwurf oder in der Robotik. Die Umsetzung dieser Kenntnisse wird im Projekt eingeübt, sodass einfache eingebettete Systeme entworfen werden können.

Prüfungstechnische Voraussetzungen keine
Kernmodule
  • INF-60-03-V-3 "Grundlagen eingebetteter Systeme" (4V+2Ü; 8LP; de)
Schwerpunktmodule (beinhalten bereits das Kernmodul) Wahl eines Schwerpunktmoduls aus:
Nebenfachmodule

Insgesamt sind Nebenfachmodule im Umfang von 16 ECTS-LP in einem beliebigen Nebenfach zu absolvieren.
Empfohlen wird ein Nebenfach Elektrotechnik, Maschinenbau oder Physik.

Projektmodule Wahl aus:
  • INF-62-46-L-4 "Hardwarenahe Programmierung (Projekt)" (4P; 8LP; de)
  • INF-61-15-L-4 "Mobile Roboter (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)
  • INF-65-82-L-4 "Entwicklung von Smart Appliances (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)

Informationssysteme
Schwerpunktbeauftragter Prof. Stefan Deßloch (AG Heterogene Informationssysteme)
Lernziele / Kompetenzen

Informationssysteme sind stark datenbankbasierte Anwendungen, oft mit sehr vielen Benutzern (Tausende und mehr). Es sind transaktionsverarbeitende Systeme, d. h., sie erbringen ihre Leistung in vielen, kleinen Schritten für die gleichzeitig zugreifenden Benutzer. Dabei müssen sie die Integrität der Daten gewährleisten sowie hohen Durchsatz und kurze Antwortzeiten schaffen. Das Kernmodul "Datenbankanwendung" vermittelt, aufbauend auf das Pflichtmodul "Informationssysteme", Grundlagen- und Methodenwissen zur Anwendung von DB-Systemen. Die Studierenden erwerben Fähigkeiten und Fertigkeiten für DB-Administratoren und DB-Anwendungsentwickler bei Entwurf, Aufbau und Wartung von Datenbanken sowie Programmierung und Übersetzung von DB-Programmen, insbesondere auf der Basis des Relationenmodells und SQL, objektorientierten und objekt-relationalen Datenmodellen mit Bezug auf die Standards ODMG und SQL:1999. Basierend auf den durch Pflicht- und Kernmodul im LG Informationssysteme gelegten Grundlagen vermitteln die Veranstaltungen des Schwerpunktmoduls umfassendes Wissen sowohl im Bereich der Funktionalität und Realisierung von Datenbanksystemen, als auch im Gebiet der Entwicklung von Anwendungssystemen bzw. -systemklassen, in denen Datenbanken zum Einsatz kommen.

Prüfungstechnische Voraussetzungen
  • INF-00-12-V-2 "Informationssysteme" (4V+2Ü; 8LP; de)
  • Mathematikvorlesungen
Kernmodule
Schwerpunktmodule (beinhalten bereits das Kernmodul) Wahl eines Schwerpunktmoduls aus:
  • INF-20-02-V-4 "Schwerpunkt Datenbanken - Datenmodelle und Middleware" (8V+4Ü; 16LP; de)
  • INF-20-03-V-4 "Schwerpunkt Datenbanken - Datenmodelle, Verteilung, Information Retrieval und Data Mining" (6V+3Ü; 12LP; de)
Nebenfachmodule

Insgesamt sind Nebenfachmodule im Umfang von 16 ECTS-LP in einem beliebigen Nebenfach zu absolvieren.
Empfohlen wird ein Nebenfach Mathematik oder Wirtschaftswissenschaften.

Projektmodule Wahl aus:
  • INF-21-45-L-6 "DB-Aspekte des E-Commerce (Projekt)" (4P; 8LP; de,en; wird nicht mehr angeboten)
  • INF-21-46-L-6 "DB-Schemaentwurf und -Programmierung (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)

Intelligente Systeme
Schwerpunktbeauftragter Prof. Andreas Dengel (AG Wissensbasierte Systeme)
Lernziele / Kompetenzen

Der Schwerpunktblock Intelligente Systeme (IS) adressiert das Gebiet der Künstlichen Intelligenz, das sich mit der Automatisierung von „intelligentem" Verhalten befasst: Computer, die Bilder, Sprache und Texte versstehen Software; die eigene Schlüsse zieht, die begründet, plant und autonome Entscheidungen trifft; Systeme, die Sensordaten und Nutzerverhalten interpretieren und kommunizieren und kooperativ mit den Nutzern zusammenwirken. IS beschäftigt sich mit Basistechnologien für viele der am schnellsten wachsenden Anwendungsbereiche, wie Internet-Suche, Smart Data Mining und Analytics, Computer Vision, Social Computing, E-Commerce, Smart Cities, Smart Farming, digitale Bibliotheken, Wearable Computing und intelligente Benutzerschnittstellen.

Die Kernmodule behandeln symbolische und nichtsymbolische Grundlagenmodelle und -verfahren, die in den Vertiefungen in aktuellen Themen erweitert werden.

Prüfungstechnische Voraussetzungen

keine

Kernmodule
  • INF-70-01-V-3 "Einführung in die Symbolische Künstliche Intelligenz" (2V+1Ü; 4LP; de)
  • INF-70-02-V-3 "Einführung in die Statistische Künstliche Intelligenz" (2V+1Ü; 4LP; de)
Schwerpunktmodule (beinhalten bereits das Kernmodul)
  • INF-72-01-V-4 "Schwerpunkt Intelligente Systeme" (6V+3Ü; 12LP; de)
Nebenfachmodule

Insgesamt sind Nebenfachmodule im Umfang von 16 ECTS-LP in einem beliebigen Nebenfach zu absolvieren.
Empfohlen wird ein Nebenfach Biologie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Mathematik, Physik, Psychologie oder Wirtschaftswissenschaften.

Projektmodule

Angebotene Projektmodule (abhängig von der Wahl des Schwerpunktmoduls)

  • INF-71-45-L-6 "Symbolische Künstliche Intelligenz (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)
  • INF-74-45-L-4 "Statistische Künstliche Intelligenz (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)

Software-Engineering
Schwerpunktbeauftragter Prof. Peter Liggesmeyer (AG Software Engineering: Dependability)
Lernziele / Kompetenzen

Professionelle Softwareentwicklung ist eine durch vielfältige Anforderungen, Einschränkungen und Nebenbedingungen bestimmte arbeitsteilige Tätigkeit, die ingenieurmäßige Systematik, technische Kompetenz, ökonomischen Überblick und die sichere Beherrschung von Managementtechniken verlangt.

Eine umfangreiche Softwareentwicklung erfordert einen Plan, dessen Verfolgung am Ende ein kosten-, zeit- und qualitätsgerechtes Ergebnis erwarten lässt, Projektmanagement (Zuordnung von Personal und Sachmitteln, Ermittlung von Aufwänden und deren Kontrolle), Qualitätsmanagement (Qualitätsplanung und -kontrolle), Entwicklungsschritte mit definierten Eingaben, Inhalten und Ausgaben, Überprüfungsschritte zur Kontrolle von Qualitätseigenschaften und Werkzeuge zur Unterstützung der Entwicklungs- und Überprüfungsschritte.

Software Engineering befasst sich mit dem systematischen Entwerfen, Herstellen und Implementieren von Software sowie mit Methoden und Verfahren zur Lösung der damit verbundenen Problemstellungen.

Software wird heute bereits vielfach in Anwendungsbereichen genutzt, die hohe Anforderungen an bestimmte Eigenschaften der Software stellen. Software ist in vielen Fällen Bestandteil eines Systems. Oft sind Softwarelösungen verteilt aufgebaut. Darüber hinaus nimmt der Umfang von Softwareprodukten ständig zu. Moderne Entwicklungsmethoden - z.B. die Objektorientierung - ergänzen etablierte Methoden und verdrängen diese zum Teil.

Dabei steigen die Komplexität und der Umfang der Software-Systeme weit über das Maß hinaus, das von einem Einzelnen beherrscht werden kann. Der Übergang vom „Programmieren im Kleinen“ zum „Programmieren im Großen“ erfordert eine weitgehende Änderung der Arbeitsmethodik.

Im Schwerpunkt Software Engineering werden Grundlagen zu Techniken und Methoden vermittelt, die diesen Übergang vom Programmieren im Kleinen zum Programmieren im Großen ermöglichen. Dies beinhaltet Prozesse, Methoden, Techniken, Sprachen und Werkzeuge zur Entwicklung von Softwaresystemen. Insbesondere werden Entwicklungsprozesse, die die arbeitsteilige Entwicklung regeln, Methoden und Techniken, die in den Entwicklungsphasen eingesetzt werden, und begleitende Qualitätsmanagementtechniken vermittelt.

Die Studierenden lernen die aktuellen Ansätze für die Entwicklung großer Softwaresysteme kennen und sind in der Lage, moderne Methoden und Techniken in diesem Bereich einzusetzen. Im Mittelpunkt der Lerninhalte stehen Softwareprodukte und Kompetenzen, die zur Mitarbeit in Projektteams erforderlich sind.

Prüfungstechnische Voraussetzungen keine
Kernmodule
  • INF-30-01-M-3 "Grundlagen des Software Engineering" (; 8LP; de,en)
Schwerpunktmodule (beinhalten bereits das Kernmodul)
  • INF-30-04-V-4 "Schwerpunkt Software Engineering" (6V+3Ü; 12LP; de,en)
Nebenfachmodule

Insgesamt sind Nebenfachmodule im Umfang von 16 ECTS-LP in einem beliebigen Nebenfach zu absolvieren.
Empfohlen wird ein Nebenfach Elektrotechnik, Maschinenbau, Mathematik oder Wirtschaftswissenschaften.

Projektmodule
  • INF-31-45-L-6 "Grundlagen des Software Engineering (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)

Verteilte und vernetzte Systeme
Schwerpunktbeauftragter Prof. Reinhard Gotzhein (AG Vernetzte Systeme)
Lernziele / Kompetenzen

Lernziel ist die Vermittlung sowohl der theoretischen Grundlagen als auch der technologischen Ausprägungen von verteilten und vernetzten Systemen in ihren unterschiedlichsten Facetten: drahtgebundene vs. drahtlose Systeme, fixe vs. mobile Systeme, geplante vs. selbst-organisierende Systeme, etc. Vermittelt werden soll dabei eine ganzheitliche Systemsicht von der Entwicklung über den Betrieb bis hin zur Bewertung und der damit verbundenen evolutionären Weiterentwicklung verteilter und vernetzter Systeme. Die Entwicklung verteilter und vernetzter Systeme findet dabei auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen und mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen und Schwerpunkten statt. Zur Entwicklung verteilter Anwendungen existieren Kommunikationsparadigmen, die dem Applikationsentwickler eine portable Umgebung mit abstrakten Systemschnittstellen bieten. Der Betrieb von verteilten und vernetzten Systemen muss insbesondere hinsichtlich der Performanz und Sicherheit überwacht und reguliert werden. Ähnlich muss die Bewertung verteilter und vernetzter Systeme mit geeigneten mathematischen und insbesondere statistischen Methoden stattfinden. Schließlich ist die Kenntnis der in verteilten Systemen benötigten Algorithmen für deren Entwicklung wesentlich.

Der Schwerpunktblock vermittelt Kompetenzen sowohl hinsichtlich funktionaler als auch nichtfunktionaler Eigenschaften von verteilten und vernetzten Systemen. Insbesondere wird die ingenieurmäßige Entwicklung von verteilten und vernetzten Systemen erlernt, sowie Kenntnisse über moderne Kommunikationsplattformen vermittelt. Hinsichtlich nicht-funktionaler Eigenschaften von verteilten und vernetzten Systemen wird insbesondere auf Performanz, Mobilität und Sicherheit eingegangen. Darüber hinaus werden die verteilten Systemen zugrunde liegenden Algorithmen vertieft erläutert.

Prüfungstechnische Voraussetzungen INF-00-13-V-2 "Kommunikationssysteme" (2V+1Ü; 5LP; de)
Kernmodule
Schwerpunktmodule (beinhalten bereits das Kernmodul)
  • INF-40-03-V-4 "Schwerpunkt Verteilte und Vernetzte Systeme" (6V+3Ü; 12LP; de)

Die Wahl innerhalb des Schwerpunktmoduls sollte mit der Wahl des Projektmoduls abgestimmt sein.

Nebenfachmodule

Insgesamt sind Nebenfachmodule im Umfang von mind. 16 ECTS-LP zu absolvieren. Zur weiteren Schwerpunktsetzung im Bereich „Verteilte und vernetzte Systeme“ wird empfohlen, das Nebenfach Elektrotechnik (s. Anhang 4) zu wählen. Das Nebenfach kann im Rahmen des allgemeinen Nebenfachangebots im Bachelorstudiengang Informatik prinzipiell frei gewählt werden (s. Anhang 4).

Projektmodule Wahl aus:
  • INF-41-45-L-6 "Entwicklung vernetzter Systeme (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)
  • INF-42-45-L-6 "Leistungsbewertung von verteilten Systemen (Projekt)" (4P; 8LP; de,en)

Anhang 2: Nebenfächer

Im Rahmen des Schwerpunkts sind Nebenfachmodule im Umfang von 16 LP zu wählen. Im Folgenden werden die angebotenen Nebenfächer aufgelistet. Hiervon kann in der Regel ein Nebenfach gewählt werden. Die Lehrgebiete (Anhang 1) können das Angebot einschränken oder auch zusätzliche Nebenfächer definieren.


Nebenfach Biologie
Nebenfachbeauftragter Prof. Katharina Zweig (AG Graphentheorie und Netzwerkanalyse)
Nebenfachmodule

Pflicht (alle Themenbereiche muessen gewaehlt werden.)

  • Themenbereich "Chemie"
    • CHE-100-040-V-1 "Chemie für Ingenieure und Biologen" (4V; 6LP; de) (Pflicht)
  • Themenbereich "Grundmodul 4 (Molekularbiologie)"

Wahlpflicht (minimal 1 Themenbereich(e).)

  • Themenbereich "Grundmodul 5 (Botanik)"
  • Themenbereich "Grundmodul 6 (Zoologie)"
    • BIO-ZOO-02-V-2 "Zoologie (Funktionelle Organisation der Tiere)" (2V; 3LP; de) (Pflicht)
Bemerkungen

Prüfungsmodalitäten: Nach PO FB-Biologie.


Nebenfach Chemie
Nebenfachbeauftragter Prof. Katharina Zweig (AG Graphentheorie und Netzwerkanalyse)
Nebenfachmodule

Pflicht

  • CHE-100-040-V-1 "Chemie für Ingenieure und Biologen" (4V; 6LP; de) (Pflicht)
  • CHE-200-010-V-1 "Organische Chemie I: Aufbauprinzipien und Eigenschaften funktionalisierter Kohlenwasserstoffe" (3V+1Ü; 6LP; de,en) (Pflicht)
  • CHE-300-030-V-1 "Physikalische Chemie III" (3V+1Ü; 6LP; de; wird nicht mehr angeboten) (Pflicht)
Bemerkungen

Das Verfahren zur Leistungsüberprüfung regelt die Prüfungsordnung des Fachbereichs Chemie.


Nebenfach Elektrotechnik
Nebenfachbeauftragter Dr. habil. Bernd Schürmann (Dekanat Informatik)
Nebenfachmodule

Wahl (maximal 1 Themenbereich(e).)

  • Themenbereich "Automatisierung"
    • EIT-DSV-101-V-2 "Grundlagen der Elektrotechnik I" (4V+1Ü; 6LP; de) (Pflicht)
    • EIT-AUT-457-V-4 "Grundlagen der Automatisierung" (3V+1Ü; 6LP; de) (Pflicht)
    • EIT-LRS-504-V-3 "Lineare Regelungen (ehem. Regelungstechnik I)" (3V+1Ü; 6LP; de,en) (Pflicht)
  • Themenbereich "Kommunikation"
  • Themenbereich "Mikroelektronik"
Bemerkungen

Studierende, die die Richtung "Automatisierung wählen, sollten auf jeden Fall die Vorlesung "Gundlagen der Automatisierung" vor der Vorlesung "Lineare Regelungen" besuchen. Erfahrungsgemäß ist die Vorlesung "Lineare Regelungen" als praxisrelevant, aber auch schwer einzustufen.

Das Verfahren zur Leistungsüberprüfung der Module regelt die Prüfungsordnung des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik.


Nebenfach Maschinenbau
Nebenfachbeauftragter Prof. Karsten Berns (AG Robotersysteme)
Nebenfachmodule

Pflicht

  • MV-TM-86020-V-4 "Elemente der Technischen Mechanik I" (3V+1Ü; 6LP; de) (Pflicht)
  • MV-FBK-86511-V-4 "Einführung in die Fertigungstechnik" (2V+1Ü; 4LP; de) (Pflicht)
  • MV-MEGT-86209-V-4 "Maschinenelemente für Hörer anderer Fachrichtungen" (2V+2Ü; 6LP; de) (Pflicht)
Bemerkungen

Der fehlende Leistungspunkt ist in Absprache mit Prof. Berns zu wählen.

Das Verfahren zur Leistungsüberprüfung der Module regelt die Prüfungsordnung des Fachbereichs Maschinenbau und Verfahrenstechnik.


Nebenfach Mathematik
Nebenfachbeauftragter Prof. Christoph Garth (AG Computational Topology)
Nebenfachmodule

Wahlpflicht (minimal 1 Themenbereich(e).)

  • Themenbereich "Analysis"
    • MAT-10-12-V-2 "Grundlagen der Mathematik II (nur Teil Analysis)" (4V+2Ü; 8LP; de) (Pflicht)
  • Themenbereich "Algebra"
  • Themenbereich "Stochastik"
    • MAT-14-14-V-3 "Stochastische Methoden" (4V+2Ü; 9LP; de,en) (Pflicht)
  • Themenbereich "Optimierung"
    • MAT-14-13-V-3 "Praktische Mathematik: Lineare und Netzwerkoptimierung" (4V+2Ü; 9LP; de) (Pflicht)

Wahl

  • MAT-12-27-V-3 "Vektoranalysis" (2V+1Ü; 4.5LP; de)
  • MAT-12-24-V-3 "Einführung in die Funktionentheorie" (2V+1Ü; 4.5LP; de)
  • MAT-12-23-V-3 "Einführung in die Funktionalanalysis" (2V+1Ü; 4.5LP; de)
  • MAT-12-25-V-3 "Einführung: Gewöhnliche Differentialgleichungen" (2V+1Ü; 4.5LP; de)
  • MAT-14-12-V-3 "Praktische Mathematik: Einführung in das Symbolische Rechnen" (4V+2Ü; 9LP; de)
Bemerkungen

Prüfungsmodalitäten: Nach PO FB-Mathematik: Mündliche Modul-Prüfung + Übungsschein in der Wahlpflicht.


Nebenfach Physik
Nebenfachbeauftragter Dr. habil. Bernd Schürmann (Dekanat Informatik)
Nebenfachmodule

Pflicht

  • PHY-PFEP-020-V-4 "Mechanik und Wärme (Experimentalphysik I)" (4V+2Ü; 8LP; de) (Pflicht)
  • PHY-PFTP-044-V-1 "Theoretische Grundlagen der klassischen Physik" (4V+2Ü; 8LP; de) (Pflicht)
Bemerkungen

Die Begleitvorlesung "Mathematische Grundlagen der Physik" wird empfohlen, ist jedoch nicht Prüfungsgegenstand. Da in der Informatik die Mathematik bereits gehört wurde, sollten die Physikvorlesungen auch ohne die mathematischen Ergänzungen verstanden werden.
Das Verfahren zur Leistungsüberprüfung der Module regelt die Prüfungsordnung des Fachbereichs Physik.


Nebenfach Psychologie
Nebenfachbeauftragter Prof. Katharina Zweig (AG Graphentheorie und Netzwerkanalyse)
Nebenfachmodule

Pflicht

  • SO-07-3.1001/2-V-1 "Einführung in die Psychologie (im Nebenfach Informatik)" (2V; 4LP; de) (Pflicht)

Wahl

  • SO-07-14.8009-V-2 "Einführung in die Organisationspsychologie" (2V; 3LP; de)
  • Weitere Nebenfachveranstaltungen: siehe Bemerkung.
Bemerkungen
  • Weitere Lehrveranstaltungen nach Rücksprache und Genehmigung durch Herrn Dr. Heyck, Fachbereich Sozialwissenschaften.
  • Prüfungsmodalitäten: Nach PO FB-Sozialwissenschaften. Vorlesungen werden geprüft und erhalten eine Note, die in die Modulnote eingehen. Für Seminare werden Leistungsnachweise vergeben, die nicht in die Gesamtnote eingehen.
  • Teilweise erhöhte ECTS-LP wg. höherem Selbststudium für Fachfremde.
  • Bei der Auswahl der Wahlmodule sind inhaltliche Voraussetzungen für sich mglw. anschließende Masterveranstaltungen zu berücksichtigen.

Nebenfach Sozialwissenschaften
Nebenfachbeauftragter Prof. Katharina Zweig (AG Graphentheorie und Netzwerkanalyse)
Nebenfachmodule

Wahlpflicht (minimal 2 Themenbereich(e).)

Jeder Themenbereich ist ein Modul, das mit einer 20minütigen Prüfung abgeschlossen wird.
  • Themenbereich "Soziologie"
    • Modul 83-700B "Soziologie (Bachelor)" (2V+2S; 8LP; de)
  • Themenbereich "Politikwissenschaft"
    • Modul 83-600B "Politikwissenschaft (Bachelor)" (4V+2Ü; 8LP; de) bestehend aus
      • SO-06-1.1010-V-1 "Einführung in die Politikwissenschaft" (2V+2Ü; 5LP; de) (Pflicht)
      • SO-05-4.1070-V-1 "Einführung in das politische System der BRD" (2V; 3LP; de) (Pflicht)
  • Themenbereich "Psychologie"
    • Modul 83-500B "Psychologie (Bachelor)" (2V+2S; 8LP; de) bestehend aus
  • Themenbereich "Philosophie"
Prüfungen
  • Es sind zwei Module zu je 8 ECTS-LP auszuwählen und zu prüfen.
Bemerkungen
  • Weitere Lehrveranstaltungen nach Rücksprache und Genehmigung durch Herrn Dr. Heyck, Fachbereich Sozialwissenschaften.
  • Prüfungsmodalitäten: Nach PO FB-Sozialwissenschaften. Die Module Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie werden in der Regel durch eine mündliche Prüfung abgeschlossen. In der Psychologie erhalten Vorlesungen eine Note, die in die Modulnote eingehen. Für Seminare werden Leistungsnachweise vergeben, die nicht in die Gesamtnote eingehen.
  • Teilweise erhöhte ECTS-LP wg. höherem Selbststudium für Fachfremde.
  • Bei der Auswahl der Wahlmodule sind inhaltliche Voraussetzungen für sich mglw. anschließende Masterveranstaltungen zu berücksichtigen.

Nebenfach Wirtschaftswissenschaften
Nebenfachbeauftragter
  • Prof. Stefan Deßloch (AG Heterogene Informationssysteme)
Nebenfachmodule

Pflicht

  • WIW-BWL-GBWL-V-1 "Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre" (3V+1Ü; 6LP; de) (Pflicht)
  • WIW-BWL-GRF-V-1 "Grundzüge des Rechnungswesens und der Finanzwirtschaft" (3V+1Ü; 6LP; de) (Pflicht)

Wahl

Bemerkungen
  • Prüfungsmodalitäten: Nach PO FB-Wirtschaftswissenschaften.
  • Bei der Auswahl der Wahlmodule sind inhaltliche Voraussetzungen für sich mglw. anschließende Masterveranstaltungen zu berücksichtigen.